Sport und Geschichte
Eine der beliebtesten Veranstaltungsstätten in Magdeburg ist zweifelsohne die Bördelandhalle. Handball-Bundesligist SC Magdeburg begeistert hier seine Fans bei den Heimspielen, nationale und internationale Showgrößen geben sich die Klinke in die Hand und so manche Fernsehunterhaltungssendung wurde und wird aus der Bördelandhalle gesendet. Besonderen Bekanntheitsgrad erlangte der Multifunktionsbau zu den Hochzeiten des Boxers Sven Ottke, der die Bördelandhalle als sein Wohnzimmer bezeichnete und sich nicht nur in die Herzen der Magdeburger geboxt hat. Auch nach seinem Abschied spielt Magdeburg eine wichtige Rolle im Boxsport und regelmäßig werden Boxkämpfe aus der Bördelandhalle im Fernsehen übertragen.
Bekannt wurde Magdeburg als Sportstadt in den vergangenen Jahrzehnten dagegen vor allem durch Fußball und Handball sowie im Schwimmsport. Aber auch die Kanuten und Ruderer des Sportclubs Magdeburg errangen national und international viele Erfolge. Magdeburg hat sich aber nicht nur als Sportstadt einen Namen gemacht. In der europäischen Geschichte spielte Magdeburg im Mittelalter eine große Rolle, die vor allem durch Kaiser Otto begründet wurde. Dieses Erbe ist im Stadtbild fast allgegenwärtig. Vor allem die Stück für Stück der Öffentlichkeit wieder zugänglichen Festungsanlagen zeugen davon.
Archäologische Untersuchungen im Dom förderten die Gebeine von Ottos erster Frau Editha zutage, ein Aspekt, der für Aufsehen sorgte. Der Ausgrabungsleiter ließ den Fund quasi im Alleingang nach Halle ins Museum für Frühgeschichte transportieren, um ihn dort wissenschaftlich untersuchen zu lassen und hatte wohl auch vor, dass Editha dann dort verbleibt. Dem Sturm der Entrüstung musste er sich dann aber doch schnell beugen, Editha kam nach Abschluss der Untersuchungen zurück nach Magdeburg und wurde in einem feierlichen Akt im Dom erneut beigelegt.